Schwangerschafts­vorsorge durch die Hebamme

Unsere Hebammen klären dich auf

Für die gesamte Zeit der Geburtsvorbereitung übernimmt die Hebamme auf Wunsch die Schwangerschaftsvorsorge. Bis auf Pränatale Diagnostik und Ultraschall-Untersuchungen können alle Untersuchungen der Schwangerschaftsvorsorge durch die Hebamme durchgeführt werden. Zudem kann die Hebamme die Schwangerschaft offiziell feststellen und den Mutterpass ausstellen. Sie errechnet dafür den voraussichtlichen Geburtsermin. Liegt eine Risikoschwangerschaft vor, wird sich die Hebamme mit der Frauenärztin abstimmen. Die Krankenkassen übernehmen die Kosten der Schwangerschaftsvorsorge durch die Hebamme. Diese werden sowohl von den gesetzlichen als auch von den privaten Krankenkassen gezahlt.

Die Schwangerschaftsvorsorge durch die Hebamme findet entweder bei der Schwangeren zu Hause oder in der Hebammenpraxis statt. Einige Hebammen arbeiten in Praxisgemeinschaften zusammen.
Treten ernsthafte Komplikationen auf, ist die Hebamme verpflichtet, die Schwangere sofort an eine gynäkologische Praxis oder ein Krankenhaus zu verweisen.

Anspruch auf Schwangerschaftsvorsorge durch die Hebamme

Jede schwangere Frau in Deutschland hat Anspruch auf mindestens 12 Vorsorge-Untersuchungen in der Schwangerschaft. Diese können von der Ärztin und von der Hebamme vorgenommen werden. Bis zur 32. Schwangerschaftswoche (SSW) wird die Schwangerschaftsvorsorge alle vier Wochen durchgeführt. Danach erfolgt eine 2-wöchtenliche Untersuchung. Ab der 37. Schwangerschaftswoche (SSW) ist die Kontrolle bis zum Entbindungstermin wöchentlich.

Untersuchungen bei der Schwangerschaftsvorsorge durch eine Hebamme

Folgende Untersuchungen führt die Hebamme bei jeder Vorsorge durch:

  • Gewichtskontrolle
  • Blutdruckmessung
  • Urinuntersuchung auf Eiweiß, Zucker und Entzündungszeichen
  • Höhenstand der Gebärmutter
  • Lage des Kindes
  • Kontrolle der kindlichen Herztöne

Ausserdem bietet die Hebamme im Rahmen der Vorsorgeuntersuchung eine allgemeine Beratung zu eventuell bestehenden Schwangerschaftsbeschwerden an.

Blutuntersuchung bei der Schwangerschaftsvorsorge

Blutuntersuchungen werden relativ häufig durchgeführt. Ziel ist es, rechtzeitig Gegenmaßnahmen zur Gesunderhaltung von Mutter und Kind einleiten zu können. Einige der Blutuntersuchungen in der Schwangerschaft sind in den Mutterschaftsrichtlinien vorgeschrieben. Andere können durchgeführt werden, sofern dies im individuellen Fall notwendig wird oder sinnvoll erscheint. Die Hebamme vermerkt im Mutterpass, welche Tests durchgeführt werden und notiert auch die Ergebnisse.

Folgende Blutuntersuchungen werden routinemäßig durchgeführt:

  • Bestimmung der Blutgruppe und des Rhesusfaktors
  • Antikörper-Suchtest
  • Hämoglobinbestimmung
  • Tests auf Infektionen/Antikörper für Syphilis
  • Hepatitis B und Röteln
  • Nüchternblutzuckertest
  • Das Testen auf HIV erfolgt auf freiwilliger Basis.
  • Die Abklärung, ob eine Toxoplasmoseinfektion stattgefunden hat, ist sinnvoll, gehört aber zu den sogenannten Igel-Leistungen.

In der Spätschwangerschaft ist es sinnvoll CTG’s zu schreiben. So kann die Hebamme sehen, wie es dem Kind geht. Bei Verdacht auf Blasensprung kann die Hebamme diesen mittels einer pH-Wert Messung in der Scheide ausschließen oder bestätigen. Am Ender der Schwangerschaft sind eventuell vaginale Untersuchungen notwendig. Auch diese können von der Hebamme durchgeführt werden.