Allgemeine Geschäftsbedingungen (AGB) für Telefon- und Onlineberatung

Die Geschäftsbedingungen dienen der rechtlichen Sicherheit der Vertragspartner und sollen eine vertrauensvolle und harmonische Zusammenarbeit zwischen Dir als ratsuchende Schwangere, der beratenden Hebamme und uns als Online-Plattform, über die du und die Hebamme Kontakt miteinander aufnehmen könnt, gewährleisten. Zur Vereinfachung und besseren Lesbarkeit bezeichnen wir dich nachfolgend als »Ratsuchende«, die Hebamme als »Beraterin« und uns als Call a Midwife. Mit der Bezahlung des ausgewählten Beratungspackages erkennt die Ratsuchende die allgemeinen Geschäftsbedingungen als für ihre Vertragsbeziehungen zur Beraterin einerseits und zu Call a Midwife andererseits als verbindlich an. Die Vermittlungs- und Beratungsleistungen erfolgen ausschließlich gemäß der nachstehenden Allgemeinen Geschäftsbedingungen. Abweichungen hiervon bedürfen der schriftlichen Bestätigung durch die Ratsuchende, die Beraterin und Call a Midwife.

Leistungsgegenstand

  1. Call a Midwife stellt eine Online-Plattform zur Verfügung, über die Ratsuchenden die Leistungen von Beraterinnen gegen Entgelt in Anspruch nehmen können. Die Leistungen von Call a Midwife beschränken sich hierbei stets auf die Bereitstellung der Online- Plattform, die Mitwrikung an der Terminvereinbarung sowie die Zahlungsabwicklung. Die über Call a Midwife vermittelten Beraterinnen erbringen ihre Beratungsleistungen gegenüber der Ratsuchenden ausschließlich in eigenem Namen und auf eigene Verantwortung. Call a Midwife selbst erbringt keine Beratungsleistungen.
  2. Die Beraterin bietet über Call a Midwife auf Anfrage eine kostenpflichtige telefonische bzw. Online-Beratung an. Bei dieser Beratung hat die Ratsuchende die Möglichkeit zwischen einem Beratungs-Package von einem Telefonat mit einer Dauer von 30 Minuten oder einem Beratungs-Package mit vier Telefonaten à 30 Minuten zu wählen. Das Beratungshonorar für die Telefon- bzw. Onlineberatung richtet sich nach dem gewählten Beratungs-Package und ist im Voraus zu entrichten. Die Ratsuchende ruft nach der Bezahlung zu einem festen, vorher vereinbarten Termin, die Beraterin an bzw. kontaktiert diese Online z.B. über Skype. Eine Kontaktaufnahme zum vereinbarten Termin durch die Beraterin bei der Ratsuchenden ist nicht vorgesehen, die Beraterin ist allerdings berechtigt, nicht aber verpflichtet, durch einen kurzen Telefonanruf die Ratsuchende an den Termin zu erinnern.

Beratungsbedingungen

  1. Die Beraterin sichert der Ratsuchenden absolute Diskretion zu. Alle Informationen aus der Beratung werden vertraulich behandelt und unterliegen der Schweigepflicht.
  2. Die Beraterin erbringt im Rahmen der Telefon- und Onlineberatung Leistungen der Aufklärung und Beratung in Fragen der Familienplanung, der Vorbereitung auf die Geburt und auf die Elternschaft einschließlich Beratung in Fragen der Hygiene und Ernährung von Mutter und Kind, der Beratung zur Pflege des Neugeborenen sowie der Beratung zum Stillen bis zum Ende der Stillzeit. Andere Leistungen werden nicht erbracht, insbesondere können keine Leistungen erbracht werden, die die durch persönliche Feststellungen erlangte Kenntnis vom Gesundheitszustand der Ratsuchenden und/oder des Kindes voraussetzten oder die die einem Arzt vorbehalten sind. Es werden keine Leistungen der Diagnostik im Hinblick auf somatische, psychische- oder psychosomatische Störungen oder solche zur Feststellung, Heilung oder Linderung von Störungen mit Krankheitswert erbracht.
  3. Die Beratungszeit der einzelnen Telefonberatung beträgt 30 Minuten. Wird die Beratung auf Wunsch der Ratsuchenden vorzeitig beendet, gilt die Beratung als abgeschossen. Die Restzeit verfällt, eine Rückerstattung des Honorars erfolgt nicht.

Beratungsausschluss, Hinzuziehung eines Arzte oder einer Ärztin

Sollte die Beraterin im Beratungsgespräch den Eindruck gewinnen, dass die Ratsuchende psychiatrische Auffälligkeiten zeigt oder verwirrt ist, kann das Beratungsgespräch mit der Bitte, sich in eine entsprechende Behandlung zu begeben, abgebrochen werden. Gleiches gilt, wenn die Beraterin zu dem Eindruck gelangt, dass die Ratsuchende unter Drogeneinfluss steht.

Bei Regelwidrigkeiten oder Verdacht auf Regelwidrigkeiten muss die Beraterin als Hebamme erforderlichenfalls die Hinzuziehung einer Ärztin oder eines Arztes oder die Einweisung in ein Krankenhaus zu veranlassen. Dabei hat die Beraterin den Wunsch der Ratsuchenden zu berücksichtigen. Wird die Hinzuziehung oder Einweisung abgelehnt, hat die Beraterin darauf hinzuwirken, dass eine Ärztin oder ein Arzt hinzugezogen wird oder die Einweisung in ein Krankenhaus erfolgt. Bleibt es bei der Ablehnung, so soll dies schriftlich bestätigt werden.

Terminabsprache

  1. Die Terminvereinbarung für das telefonische bzw. Online-Beratungsgespräch erfolgt telefonisch oder per Mail. Ein Termin gilt nur als fester, verbindlicher Termin wenn zuvor der Eingang des Honorars erfolgt ist.
  2. Der Wunsch der Ratsuchenden, einen vereinbarten Termin zu verlegen, muss Call a Midwife per E-Mail spätestens 24 Stunden vor dem vereinbarten Termin zugehen. Der Verlegungswunsch gilt nur dann als angenommen, wenn er von Call a Midwife oder der Beraterin bestätigt wurde. Anderenfalls verbleibt es bei dem ursprünglich vereinbarten Termin

Nichteinhaltung der Termine, Ausfallhonorar, Rückerstattung

Wird ein vereinbarter Beratungstermin von der Ratsuchenden nicht eingehalten, verfällt der Beratungsanspruch. Das Honorar für diesen nicht eingehaltenen Termin ist als Ausfallhonorar bzw. Schadensersatz zu entrichten. Sollte die Beraterin einen vereinbarten Termin nicht einhalten können, erhält die Ratsuchende einen Ersatztermin. Sollte die Ratsuchende den Ersatztermin nicht wünschen, erhält sie das gezahlte Honorar in voller Höhe zurück.

Technische Störungen

Bei technischen Defekten, wie z.B. Abbruch der Verbindung, baut die Ratsuchende die Verbindung erneut auf. Gelingt dies nach 3 Versuchen nicht, erhält die Ratsuchende von der Beraterin eine E-Mail mit einem neuen Gesprächstermin. Ist eine Verbindung aus technischen Gründen, die nicht in der Sphäre der Beraterin liegen, dauerhaft nicht möglich, obliegt es der Ratsuchenden, der Beraterin eine andere Festnetznummer oder Internetadresse für die Beratung zur Verfügung zu stellen. Ein Anspruch auf Rückerstattung des Honorars für den abgebrochenen Beratungstermin besteht in diesem Fall nicht.

Datenschutz, Dokumentation und Aufbewahrung

Es gelten die gesonderten Hinweise und Bedingungen zum Datenschutz.

Die Beraterin hat die in Ausübung ihres Berufes getroffenen Feststellungen und Maßnahmen bei Schwangeren, Gebärenden, Wöchnerinnen und schriftlich zu dokumentieren. Die Dokumentation ist so abzufassen, dass die gesamte Tätigkeit nachvollziehbar ist. Die Dokumentation ist unter Beachtung der beruflichen Schweigepflicht und der Datenschutzvorschriften mindestens zehn Jahre aufzubewahren.

Haftungsausschluss

Um eine erfolgreiche Beratung zu gewährleisten, ist die Beraterin auf die Richtigkeit und Vollständigkeit der von der Ratsuchenden zur Verfügung gestellten Informationen angewiesen.
Es wird keine Haftung für Beratungsinhalte übernommen, die auf einer falschen, unvollständigen oder missverständlichen Information der Beraterin durch die Ratsuchende beruhen. Die Ratsuchende stellt selbst sicher, dass sie die Fragen und Aussagen der Beraterin sprachlich und fachlich versteht. Hat die Ratsuchende Zweifel, ob sie etwas richtig und vollständig verstanden hat, so ist sie verpflichtet, diese Zweifel der Beraterin sofort mitzuteilen. Die Beraterin haftet ebenfalls nicht, wenn die Beratung infolge höherer Gewalt, wegen technischer Probleme oder infolge sonstiger von der Beraterin nicht zu vertretender Vorkommnisse nicht zustande kommt oder unterbrochen wird.

Gerichtsstand

12. Auf das Vertragsverhältnis zwischen der Beraterin und der Ratsuchenden und as Vertragsverhältnis zwischen der Ratsuchenden und Call a Midwife sowie auf die jeweiligen Geschäftsbedingungen findet das Recht der Bundesrepublik Deutschland Anwendung. Als ausschließlicher Gerichtsstand wird – soweit dem nicht zwingende Regelungen entgegenstehen oder diese Gerichtsstandsvereinbarung nicht unwirksam ist – Berlin festgelegt.

Widerrufsrecht

(Wichtig – bitte sorgfältig lesen! Aus formalen Gründen sprechen wir dich nachfolgend mit „Sie“ an.)

Sie können Ihre Vertragserklärung innerhalb von 14 Tagen ohne Angabe von Gründen in Textform (z.B. Brief, E-Mail) widerrufen. Die Frist beginnt mit Kenntnisnahme dieser Belehrung über das Widerrufsrecht, sollte dies unwirksam sein, mit Erhalt dieser Belehrung in Textform, jedoch nicht vor Vertragsschluss und auch nicht vor Erfüllung unserer Informationspflichten gemäß Artikel 246a § 2 in Verbindung mit § 1 Absatz 1 und 2 EGBGB sowie unserer Pflichten gemäß § 312g Absatz 1 Satz 1 BGB in Verbindung mit Artikel 246a § 3 EGBGB.
Zur Wahrung der Widerrufsfrist genügt die rechtzeitige Absendung des Widerrufs.

Der Widerruf ist zu richten an:

call a midwife GmbH
Wriezener Straße 17
13359 Berlin
info@call-a-midwife.com

Widerrufsfolgen

Im Falle eines wirksamen Widerrufs sind die beiderseits empfangenen Leistungen zurück zu gewähren und ggf. gezogene Nutzungen (z.B. Zinsen) herauszugeben. Können Sie die empfangene Leistung sowie Nutzungen (z. B. Gebrauchsvorteile) nicht oder teilweise nicht oder nur in verschlechtertem Zustand zurückgewähren beziehungsweise herausgeben, müssen Sie uns insoweit Wertersatz leisten. Dies kann dazu führen, dass Sie die vertraglichen Zahlungsverpflichtungen für den Zeitraum bis zum Widerruf gleichwohl erfüllen müssen. Verpflichtungen zur Erstattung von Zahlungen müssen innerhalb von 30 Tagen erfüllt werden. Die Frist beginnt für Sie mit der Absendung Ihrer Widerrufserklärung, für uns mit deren Empfang.

Besonderer Hinweis

Ihr Widerrufsrecht erlischt vorzeitig, wenn der Vertrag von beiden Seiten auf Ihren ausdrücklichen Wunsch vollständig erfüllt ist, bevor Sie Ihr Widerrufsrecht ausgeübt haben.

Schlussbestimmungen

Sollten einzelne Bestimmungen dieses Vertrages ganz oder teilweise nicht rechtswirksam sein oder ihre Rechtswirksamkeit später verlieren, wird die Gültigkeit des Vertrages im Übrigen nicht berührt. Vielmehr gilt anstelle jeder unwirksamen Regelung eine dem Zweck der Vereinbarung entsprechende oder zumindest nahe kommende Ersatzbestimmung, wie sie die Parteien zur Erreichung des gleichen wirtschaftlichen Ergebnisses vereinbart hätten, wenn sie die Unwirksamkeit der Bestimmung gekannt hätten. Entsprechendes gilt für Regelungslücken.